250,- € für’s Peißnitzhaus Dach

Falken und Peißnitzhaus e.V. bei der Überreichung
Wie ihr wisst, beteiligen wir halleschen Falken uns seit über einem Jahr beim Aufbau des Peißnitzhauses. Mit diesem Projekt haben wir uns im November 2011 beim Willhelm-Dröscher-Preis beworben und den dritten Platz gemacht.
Damit dieser Freiraum und Treffpunkt an der Peißnitz nun ein Dach bekommt, freuen wir am vergangenen Samstag, 05. Mai 2012 250,- € an den Peißnitzhaus e.V. übergeben zu haben.
An der Balustrade
Eingebettet war die Dachgeld-Übergabe in einen Arbeitseinsatz, bei dem wir die steinerne Balustrade der Veranda wieder fit machten und beim Balken brechen und stapeln viel Spaß hatten… .
Falls Du Lust zum Mitmachen hast, sehen wir uns immer am ersten Samstag im Monat ab 10 Uhr am Peißnitzhaus ;)

Solidarität leben – Betroffene von rechter Gewalt unterstützen!

Nach dem rassistisch motivierten Übergriff auf einen Imbiss im halleschen Süden haben sich am 03. Mai 2012 Bürger_innen getroffen, um dort gemeinsam Mittag zu essen. Der Besitzer war sehr erfreut über die Unterstützung und Solidaritätsaktion und meinte zuversichtlich: „Die Nachbarn essen sehr gerne hier ihren Döner. Ich habe das Gefühl, dass unser 17 Stunden Arbeitstag geschätzt wird und dieser Übergriff nicht die allgemeine Stimmung der Stadt wiederspiegelt.“.

Bürger_innen beim Soli-Essen

Laut Miteinander e.V., Netzwerk für Demokratie und Weltoffenheit in Sachsen-Anhalt, hat es am Wochenende vor dem und am 01.Mai 2012 selbst eine Häufung von rassistisch motivierte Angriffe und Bedrohungen in Eisleben, Lützen, Burg, Langenweddingen und Magdeburg gegeben. In Eisleben beispielsweise war eine syrische Familie vor dem Festzelt auf der Eisleber Frühlingswiese mit einem Schlagstock attackiert und z.T. schwer verletzt worden. Nach Informationen des Bündnisses Halle gegen Rechts (BgR) kam es auch in Halle zu rassistischen und menschenfeindlichen Beleidigungen und einen Übergriff im Nachgang des 01. Mai.

Gebt acht und schaut hin, wenn ihr jemanden seht, der angepöbelt, beleidigt oder sogar angegriffen wird.
Mit 110 (dem Anruf bei der Polizei) ist manchmal schon geholfen. Du musst kein_e Held_in sein und wie Super_wo_man einschreiten, Aufmerksamsein und Hilfeholen oder im Nachgang helfen kann jede_r – und das sollten wir auch!

In diesem Sinne herzlichen Dank an alle Bürger_innen, die bislang dem Soli-Essens-Aufruf des BgR und der SJD – die Falken Halle nachgekommen sind.

Demo für Vielfalt und gegen Rassismus und Menschenfeindlichkeit

Antifaschistische Menschen aus Halle haben am 01.Mai 2012 ab 14 Uhr am Marktplatz zu einer Demonstration „Für Vielfalt gegen Rassismus und Menschenfeindlichkeit“ aufgerufen.

Mit Sorge beobachten wir, dass rassistische Übergriffe in Halle und Sachsen-Anhalt zugenommen haben.
Aus diesem Grund wollen wir gemeinsam ein Zeichen für ein vielfältiges kulturelles Miteinander setzen und
den gewaltsamen faschistischen Übergriffen der letzten Wochen ein buntes, kreatives, lautstarkes, entschlossenes und gewaltfreies Symbol des Miteinanders entgegensetzen.

Deshalb komm auf die Straße und begehe mit uns den revolutionären 01.Mai.

Gemeinsam Essen – Solidarität leben!

UPDATE: Donnerstag, 03. Mai um 13 Uhr (!!!) – Uhrzeit wurde aktualisiert!

Am vergangenen Samstag (21.04.12) wurde ein rassistischer Anschlag auf den Imbiss Bistro Urfa in der Elsa-Brandström-Straße (Halle-Süd) verübt. So ein Anschlag hat nicht nur einen finanziellen Schaden zur Folge, sondern auch einen Schock und Ängste für Betreiber_innen und Kund_innen.
Weil wir unsere kulturelle und kulinarische Vielfalt schätzen und die Betreiber_innen aktiv unterstützen wollen,
laden wir Dich am Donnerstag, 03.Mai 2012 um 13 Uhr im Bistro Urfa ein gemeinsam Mittagzuessen.

Weitere Infos:
MZ-Artikel

Landeskonferenz 2012 – Wir lassen uns nicht verwalten!

Landeskonferenz 2012 – Wir lassen uns nicht verwalten!

Am 25. März fand in Magdeburg in der Cafeté der Falken Sachsen-Anhalt unsere Landeskonferenz statt. Bei der Landeskonferenz waren alle Falkenmitglieder des Landesverbands herzlich willkommen und es folgten so viele wie seit Jahren nicht mehr – aus Magdeburg, Bürde und natürlich auch aus Halle. Das bei der Landeskonferenz alle Falken stimmberechtigt sind entspricht unserem Demokratieverständnis, denn schließlich können und sollen bei uns alle mitreden und mitentscheiden. Neben dem Bericht des bisherigen Landesvorstands und den Wahlen (hier herzlichen Glückwunsch Nicole als neue, alte Vorsitzende und auch allen anderen Gewählten) haben wir vier inhaltliche Anträge behandelt. So haben wir uns solidarisch mit den Projektträgern der Jugendhilfe entschlossen gegen die Hinhaltetaktik von Politik und Verwaltung bei der Projektfinanzierung ausgesprochen. Wie ihr wisst ist „ohne Moos nicht viel los“…, so sind auch die Falken in Sachsen-Anhalt von der Landesfinanzierung abhängig. Doch entgegen den politischen Versprechen wurden die Fördermittel der Kinder- und Jugendarbeit gekürzt und in der Abrechnung durch das Bescheidwesen ein Rückschritt eingeschlagen, das bedeutet für uns Planungsunsicherheit und ein mehr an Bürokratie. Deshalb wollen wir gemeinsam mit anderen Trägern der freien Kinder- und Jugendhilfe für die Verbesserung der Bedingungen kämpfen. Denn schließlich arbeiten wir gemeinsam an der Zukunft – direkt und unmittelbar.
Im Sinne der Nachhaltigkeit gibt’s ab dieser Konferenz bei allen Falkenveranstaltungen, im Büro und bei Seminaren fair gehandelten, kooperativ hergestellten Kaffee und wir wollen versuchen unser gesamtes Konsumverhalten auf regionale, nachhaltig hergestellte und kooperative Produkte umzustellen.
Vielleicht habt ihr mitbekommen, dass es in letzter Zeit einen Mangel an Kommunikation zwischen dem Landesvorstand und dem halleschen Kreisverband gab. Auch das war bei der Aussprache Thema. Konstruktiv und verständnisvoll haben wir diese Reiberei gelöst. So ist geplant das Jahresplanungsseminar der Falken Halle in Magdeburg stattfinden zu lassen, um bei fair gehandeltem Kaffee sich besser kennenzulernen und Vertrauen aufzubauen.
Abschließend freuen wir uns verkünden zu dürfen, dass Florian und Ute gemeinsam mit Nicole und Fabi zur Bundeskonferenz der Falken fahren.
Vielen Dank an die Magdeburger für die Organisation der Landeskonferenz.
Zu guter Letzt wünschen wir uns ein gutes Falkenjahr mit spannenden Diskussionen, spaßigen Aktionen und Freundschaft!

„Freiheit ist immer Freiheit der Andersdenkenden.“

… so lautet das berühmte Zitat Rosa Luxemburgs, das fast jede_r kennen dürfte. Weit weniger bekannt ist der Satz unmittelbar davor: „Freiheit nur für die Anhänger der Regierung, nur für Mitglieder einer Partei – mögen sie noch so zahlreich sein – ist keine Freiheit.“ Sie weist damit nachdrücklich auf die Notwendigkeit eines wahrhaft demokratischen Sozialismus hin und ist – ebenso wie Karl Liebknecht – ein unumgänglicher Bezugspunkt für uns Falken und andere junge Sozialistinnen und Sozialisten.

Aus diesem Grund trafen sich auch in diesem Jahr weit über hundert Falken aus Deutschland, Österreich und der Schweiz bei „Rosa&Karl“, einer bundesweiten Veranstaltung im Kurt-Löwenstein-Haus, vom 13.-15. Januar.
Erstmals waren auch wir Hallenser mit vier Falken vertreten. Was zunächst als großes Treffen von Freund_innen begann, führte uns am Samstag in zahlreiche Workshops zu verschiedensten Themen, vom „Extremismus der Mitte“, über einen Stadtrundgang auf den Spuren des Sozialismus des frühen 20. Jahrhunderts bis zum Kritischen Liederworkshop. Am Morgen des 15. Januar schließlich – dem 93. Jahrestag ihrer Ermorderung – gedachten wir trotz früher Stunde und eisiger Luft Rosa und Karl gemeinsam mit einer Kranzniederlegung.

Eigentlich ist der traditionelle Hauptbestandteil des Gedenkens die anschließende Luxemburg-Liebknecht-Demonstration vom Frankfurter Tor nach Lichtenberg, zum Friedhof der Sozialist_innen. Diese hat sich jedoch, wie wir sehen konnten, zu einem Sammelsurium von Gruppen entwickelt, die einem autoritären Staatssozialismus hinterhertrauern, ganz gewiss aber nicht den freiheitlichen Idealen Rosa und Karls. Ob wir wieder teilnehmen werden ist im Moment sehr fraglich, wollen wir doch Teil einer Bewegung und nicht eines Zirkusses sein.

Noch sind die Eindrücke recht frisch und wenig verarbeitet. Es bleibt sicherlich der Eindruck einer Geschichte, die uns als „SJD – Die Falken“ in Solidarität miteinander und mit anderen Kämpfer_innen für Freiheit und Sozialismus verbindet. Es bleibt aber auch die Präsenz der historischen Realität, die im Namen dieser Begriffe ihr Gegenteil geschaffen hat.

Es tut daher Not stets aufs Neue (selbst-) kritisch unsere Welt, wie sie ist und wie sie geworden ist, zu betrachten und uns gemeinsam zu fragen, wie eine bessere Welt möglich wird. Aber genau das macht uns als Falken ja auch aus und so nehmen wir die Herausforderung gerne an.

„Rechte Gewalt“ schaffts in die (inoffizielle) Eröffnung des Wilhelm-Dröscher-Preises

Die Jusos Dessau-Roßlau und wir mit Bravour unseren Stand bezogen und werben bereits fleißig für das Projekt „Familienzeit“. Verfolgt die Ereignisse auf unserer Facebookseite.

Bereits heute abend fand außerdem eine kleine Vorstellung des Dröscher-Projektes durch die OrganisatorInnen statt. Heidemarie Wieczorek-Zeul, früher landläufig als die „rote Heidi“ bekannt, hat sich auf der Begrüßung durch die Initiatoren des Wilhelm-Dröscher-Preises (unter anderem wohnte Peter Dröscher, Sohn Wilhelm Dröschers der Veranstaltung bei) zu den in den letzten Wochen bekannt gewordenen Morden des „Zwickauer Trios“ geäußert. Die ehemalige Bundesministerin für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung sprach sich für die auf dem Bundesparteitag zu verabschiedende Resolution gegen rechte Gewalttaten und dem zugrunde liegenden Gedankengut aus.

Am morgigen Sonntag wird der sozialdemokratische Ministerpräsident Norwegens, Jens Stoltenberg, auf dem Parteitag sich auch zu den Anschlägen in Oslo und Utoya durch Anders Breivik äußern. Die nichtmal ein halbes Jahr vergangenen Anschläge in Norwegen hatten damals den immernoch amtierenden Innenminister Friedrich zu der Aussage hingerissen, neben dem Aufruf zu „erhöhter Wachsamkeit“ zu behaupten: „Dennoch ergibt sich daraus für Deutschland derzeit keine neue Lage“.

Dass die Entwicklungen der letzten Wochen die „Lage“ bedeutend verändert haben, sollte auch an der SPD nicht vorbeigegangen sein. Welche nachhaltigen Konsequenzen diese Festellungen haben werden, außer dem obligatorischen Ruf nach Verbot der NPD, bleibt die wichtige Frage.

Treffen im November

Zeit : Mittwoch, 23. November · ab 19:30
Ort : Bei Lisa (wer nicht weiß wo das ist schickt ne kurze Nachricht)

Hallo ihr Lieben,

es ist wieder so weit. Es gibt leckeres Essen bei Lisa zu Hause und danach wird uns Melanie die politischen Dimensionen von Dadaismus, Surrealismus im Bezug auf Frida Kahlo, Diego Riviera und Breton und Max Ernst näher bringen. Ihr könnt gespannt sein!

Wo: bei Lisa (wer nicht weiß wo das ist schickt ne kurze Nachricht)

Wann: 19:30 Essen, 20:00 politischer Nachtisch

Liebe Grüße und Freundschaft!

Treffen im Oktober

Hallo liebe Falken und Freund_innen,

die Sommerpause ist entgültig vorbei und das nächste Treffen steht vor der Tür.

Wo? Bei Lisa (wer nicht weiß wo das ist schickt nur eine kurze Nachricht an info.falkenhalle ät gmx.de)
Wann? 26.10., Essen ab 19:30
Was? Thema ab 20:00 und zwar:

Gewerkschaften als Auslaufmodell? – Zur Vergangenheit und Zukunft einer einst revolutionären Institution

Die deutschen Einheitsgewerkschaften – Sie sind nicht nur mit dem hiesigen Sozialmodell, sondern auch mit der Arbeiterbewegung historisch eng verbunden. Es liegt daher schon länger auf der Hand, dass wir uns als hallische Falken endlich mal mit ihnen beschäftigen.

Spätestens seit den 1990er Jahren stecken sie zudem in einer Krise, die es zu verstehen gilt. Wir werden uns daher zunächst knapp mit der Geschichte der deutschen Gewerkschaften beschäftigen um dann die vielfältigen gegenwärtigen Probleme und mögliche Auswege zu thematisieren.

Letztendlich wollen wir aber v.a. diskutieren: Während sich aktuell ver.di und IG Metall auf ihren Gewerkschaftstagen von Unions-Größen wie Christian Wulff und Angela Merkel bestätigend auf die Schulter klopfen lassen, wollen wir uns fragen, welche Rolle Gewerkschaften in der heutigen Zeit, die wohl angemessener als historischer Umbruch denn als Krise bezeichnet werden muss, noch spielen können und sollten.

Was sind sie, die Gewerkschaften der Zukunft: Arbeitnehmer_innen-ADAC oder Stachel im Fleisch eines sich auflösenden Kapitalismus?

Wir freuen uns auf euer Kommen!

Rechts, Links, Mitte – wer ist hier extrem?

Seit Januar 2011 verlangt das Bundesfamilienministerium unter Kristina Schröder (CDU) von geförderten Projektträger_innen eine Erklärung zu unterschreiben, in der sie sich zur Freiheitlich-Demokratischen Grundordnung bekennen und sich verpflichten ihre Projekt_partnerinnen auf Verfassungstreue zu überprüfen.
In der Diskussion werden Hintergründe und Praxis der sog. Extremismusklausel kritisch beleuchten:
Was meint „Extremismus“ überhaupt? Welches Ziel wird mit der Extremismusklausel verfolgt und wie zielführend ist die Wahl dieses Mittels? Welche Konsequenzen hat die Aufforderung zur Überwachung für die gesellschaftliche Arbeit gegen menschenverachtende Einstellungen? Welche Strategien und Konzepte können wir dem entgegensetzten?
Gäste werden Innenminister a.D. Holger Hövelmann und Magdalene Schlenker (Wissenschaftlerlin) und Anne Mehrer (Miteinander e.V.) sein.
Mittwoch, 19.10.11
19 Uhr
Goldene Rose (Rannische Straße 19)

Eine gemeinsame Veranstaltung der Jusos, Falken und der Initative Halle gegen Rechts – Bündnis für Zivilcourage