Archiv für April 2011

Falkentreff im April

Liebe Falken, liebe Freundinnen und Freunde,

hiermit laden wir euch ganz herzlich zu unserem nächsten Treffen ein. Es wird wieder eine VoKü (also Essen ; ) ) mit einem politischen Nachtisch geben.

Thema: 1. Mai

Wann?
27.04. (Mittwoch) Essen ab 19:00 Uhr,
Thema des Abends ab 20:00 Uhr

Wo?
Bei Ute (wer nicht weiß, wo das ist: kurze mail an info.falkenhalle@gmx.de)

Was?
Wir wollen uns aus gegebenem Anlass mit der Geschichte des ersten Mai beschäftigen. Was war er früher? Was ist er heute? Was hat Hitler damit zu tun und warum, zum Teufel, besuchen uns die Nazis dieses Jahr in Halle am 1. Mai?
Außerdem wird uns jemand vom Bündnis gegen Rechts von ihrer Arbeit erzählen.
Last but not least gibt es noch ein Angebot eines Foundraising Workshops, den wir demnächst stattfinden lassen wollen und den Termin werden wir gemeinsam auf dem nächsten Falkentreff suchen.

Wir freuen uns auf euch!

Bericht von der OSTpartycipation 01/2011

Vom 1. – 3. April fand dieses Frühjahr die OSTpartycipation im Kurt-Löwensteinhaus bei Berlin statt.

Die GenossInnen aus Sachsen lieferten schon einen wunderschönen Bericht zur OSTpartycipation, einem Vernetzungs- und Workshopseminar der ostdeutschen Falkengleiderungen.
Zu lesen ist er HIER.

Uns bleibt da nur noch zu ergänzen, dass es uns eine Freunde war, die Falken aus anderen Bundesländern zu treffen und auch mit den Sachsen-Anhalter Falken ein schönes Wochenendende zu verbringen.
Die Ideen fürs kommdende Jahr sprudelten nur so und wir sind gespannt auf die folgenden gemeinsamen Projekte.

Fotos vom Wochenende

Halle blockt.Naziaufmarsch verhindern!

Die Falken Halle unterstützen den Aufruf des Bündnisses Halle gegen Rechts.

Halle blockt.
Naziaufmarsch am 1.Mai verhindern!

Naziaufmarsch? – Nicht mit uns!
Neonazis der so genannten Freien Kräfte haben angekündigt am 1.Mai in Halle aufzumarschieren und einmal mehr ihre menschenverachtende Propaganda unter dem Motto „Zukunft durch Arbeit – Fremdarbeiter stoppen!“ zu verbreiten. Sie versuchen damit an bestehende Ressentiments in der Bevölkerung anzuknüpfen. Das Bündnis „Halle gegen Rechts“ hat sich zum Ziel gesetzt diesen Aufmarsch zu verhindern.

Wir können bereits auf einige Erfolge zurückblicken. So wurde dank vielfältiger Aktionen und des breiten gesellschaftlichen Schulterschlusses am 20. März verhindert, dass die NPD in den Landtag einziehen kann. Ebenso haben zahlreiche HallenserInnen durch entschlossenen und kreativen zivilgesellschaftlichen Protest am 17. Juni 2009 einen Naziaufmarsch blockiert und entscheidend behindert. Diese Erfolge gilt es am 01. Mai 2011 zu wiederholen!

Der 1.Mai im Nationalsozialismus

Die Nazis instrumentalisierten den internationalen ArbeiterInnenkampftag. Arbeit galt nun als Wert „an sich“ und wurde der „Jüdischen Nicht-arbeit“ gegenübergestellt. So stand auch der von den NationalsozialistInnen 1933 eingeführte „Feiertag der nationalen Arbeit“ nicht in der Tradition der Ziele der ArbeiterInnenbewegung. Statt für menschenwürdige Verhältnisse auf die Straße zu gehen, wurde an diesem Tag die angebliche Verbindung von „Deutschtum“ und „nationaler Arbeit“ gefeiert, alle gesellschaftlichen Interessengegensätze dagegen negiert und „den Juden angelastet“. Gewerkschaften galten in dieser Logik als vom „jüdischen Bolschewismus“ beeinflusste Organisationen deren Ziel es sei „das Volk zu spalten“. So verwundert es nicht, dass bereits am 2.Mai 1933 Gewerkschaften verboten, Gewerkschaftshäuser gestürmt und GewerkschafterInnen eingesperrt und erschossen wurden. Auch in Halle wurden an diesem Tag ArbeiterInnen durch die NationalsozialistInnen erschossen.

Neonazistische Instrumentalisierung des 1.Mai im Jahre 2011

Die Mobilmachung der Nazis gegen die EU-Arbeitnehmerfreizügigkeit hat eine altbekannte Ursache: Hass auf Menschen anderer Herkunft. Diesen Hass verpacken sie in eine sozial verbrämten Gestus: so ginge es angeblich um Arbeitsplatzsicherheit. Der Wegfall der Beschränkungen der Arbeitnehmerfreizügigkeit jedoch, bedeutet für alle Europäerinnen und Europäer – auch die Deutschen – dass sie überall in der EU arbeiten können. Wer die Freizügigkeit als Arbeitsplatzunsicherheitsfaktor umdeutet, ignoriert die Wahrheit, denn die Lohnstandards in Deutschland sind – im Vergleich mit anderen EU-Staaten – schlicht unattraktiv.
Handeln, statt Wegschauen!
Die Neonazis und ihre Ideologie verschwinden nicht einfach in dem sie ignoriert werden. Deshalb stellen wir uns ihnen an diesem Tag in Halle entgegen. Dieses Ziel eint uns. Wir sind solidarisch mit allen, die mit uns das Ziel teilen, den Naziaufmarsch zu verhindern.
Gemeinsam verhindern wir den Naziaufmarsch – bunt, gewaltfrei und phantasievoll!

Weitere Informationen:
Bündnis Halle gegen Rechts
Mobi-Seite 01.Mai