Archiv für Juni 2011

Falken im Fadenkreuz der Nazis

1. Brandanschlag auf das Anton Schmaus Haus in Berlin-Britz


In der Nacht von Sonntag auf Montag ist auf eine Kinder- und Jugendeinrichtung der Sozialistischen Jugend Deutschlands – Die Falken in der Gutschmidtstraße in Berlin-Neukölln ein Brandanschlag verübt worden. Personen wurden zum Glück nicht verletzt.
Brandanschlag auf Jugendzentrum in Neukölln

Gegen 0.30 Uhr morgens endeckten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vom benachbarten BVG-Hof den Brand und alarmierten sofort die Feuerwehr. Durch deren schnelles Eingreifen konnte ein völliges Ausbrennen des Hauses verhindert werden. Dennoch ist hoher Sachschaden entstanden.

Über die Täter ist bislang noch nichts bekannt. Karsten Thiemann, Kreisvorsitzender der SJD – Die Falken Neukölln: „Zum jetzigen Zeitpunkt können wir über Täter und Hintergründe des Anschlages nur spekulieren. Aber erst kürzlich wurden wir vom Mobilen Beratungsteam gewarnt, dass unser Haus als bevorzugtes Ziel für Anschläge auf einer rechtsextremistischen Internetplattform geführt wird. Ob da tatsächlich ein Zusammenhang besteht, wird die Polizei prüfen müssen.“

Links dazu:
http://www.wir-falken.de/aktuelles/4913816.html
http://www.tagesspiegel.de/berlin/polizei-justiz/fuenf-brandanschlaege-in-einer-nacht-/4326778.html
http://www.taz.de/1/berlin/artikel/1/auf-schlaege-folgen-braende/
http://www.jungewelt.de/2011/06-28/050.php
http://www.bz-berlin.de/aktuell/berlin/koerting-warnt-vor-gewalt-eskalation-article1214137.html
http://www.rbb-online.de/abendschau/archiv/archiv.media.!etc!medialib!rbb!rbb!abendschau!abendschau_20110627_gewalt.html

2. Zerstörung im Falkenpavillon in Rheinsberg
Ebenfalls in der Nacht von Sonntag auf Montag wurde auf dem Gelände der Heinrich-Rau Schule der Jugendklub der Falken schwer beschädigt. Offensichtlich sind mehrere Nazis eingedrungen und haben den Klub verwüstet und mit rechtsradikalen Parolen beschmiert. In Rheinsberg gibt es ebenfalls seit längerem Probleme mit Neonazis.

Links dazu:
http://www.maerkischeallgemeine.de/cms/beitrag/12116801/61299/Unbekannte-brechen-in-Jugendklub-ein-Rechte-Schmierereien-im.html
http://inforiot.de/artikel/nazianschlag-auf-pavillon
http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-48990495.html

3. Erneute Beschädigung der Räumlichkeiten im OV Schwalmtal
Hierbei handelt es sich um „kleinere“ Beschädigungen an Briefkasten und an den Fenstern. Die Räumlichkeiten wurden mit Nazi-Aufklebern zugepflastert und das nicht zum ersten Mal. Darüber hinaus wurde vor die Tür gepisst. Die Falken Schwalmtal haben eine Belohnung für Hinweise ausgesetzt.

Link:
http://falkenschwalmtal.de/component/content/article/7-neuigkeiten/145-falken-raeumlichkeiten-erneut-zielscheibe-von-nazis.html

Utopien leben… Fundraising Workshop

Du hast eine großartige Idee…
Du hast Leute, die Bock drauf haben die Sache ins Rollen zu bringen…
ABER ohne Moos nix los…

Das kennen wir..
Es gibt viele verschiedene Möglichkeiten um an Geld und Unterstützung zur Realisierung deiner Idee, deiner Veranstaltung oder deines Projekts zu bekommen.
Aus diesem Grund bieten die Falken Halle einen Einführungsworkshop an.
Neben theoretischen Grundlagen, eine Einführung ins Marketing, gibt’s praktische Tipps zur Umsetzung und Anwendung.Wo gibts Geld, was muss ich dafür machen, etc.

Termin: 27.06
Zeit: 14-18 Uhr
Ort: wird mit Anmeldung zugeschickt, Halle Zentrum

Kosten: Für Falken: kostenlos (es ist möglich vor Ort Falkenmitglied zu werden;))
Für alle anderen: 3-5€ zur Unterstützung der Falkenarbeit in Halle

Rückmeldungen an: lwartala ät gmx.net

Wir freuen uns auf Dich und deine Ideen.

Wilhelm-Dröscher-Preis 2011 … und wir sind mit dabei ;)

„Wir alle müssen uns bemühen, die Politik menschlicher zu machen!“, Wilhelm Dröscher

Wir bewerben uns in diesem Jahr beim Wilhelm-Dröscher-Preis.

Wer war dieser Wilhelm-Dröscher?

Wilhelm Dröscher ein Mensch, dem als Politiker die Arbeit vor Ort unglaublich am Herzen lag. So nannten ihn die Menschen „den gute Mensch von Kirn“. Egal ob es um eine Wohnung für eine arme Familie oder um die Belange der Kinder in seiner Stadt ging, „Lem“ half. „Lem“ war Wilhelms Spitzname und nach seinem Tod mit gerademal 57 Jahren trauerten nicht nur seine sechs Kinder, sondern ganz viele Menschen, denen er im Laufe seines Lebens geholfen hatte.
Im zum Gedenken und damit sein Engagement für die Menschen weitergeführt werden konnte gründete die SPD die Wilhelm-Dröscher-Stiftung.
Unsere Bewerbung
Mit unserem Kooperationsprojekt „Familienzeit – wir schaffen Raum“ bewerben wir uns gemeinsam mit den Jusos Dessau-Roßlau beim Dröscher-Preis.
Die Jusos sind junge Menschen, die sich entschieden haben Politik zu machen, indem sie in die SPD eingetreten sind und jetzt als Parteimenschen Politikvermitteln und gleichzeitig für unsere Probleme Lösungen finden wollen. Das funktioniert am Besten, indem sie uns fragen, was uns stört und wie wir das gemeinsam verändern können. Deshalb das gemeinsame Projekt.

„Familienzeit?“
Wir haben festgestellt, dass es zu wenig Plätze gibt, an denen wir laut und wild toben und die Erwachsenen quatschen können… Entweder müssen wir still sein und die Erwachsenen reden oder wir spielen und die Erwachsenen langweilen sich. Tja und dann haben wir uns gedacht, dass ändern wir und zwar gemeinsam – und machen Familienzeit!

In Halle helfen wir jetzt mit das Peißnitzhaus wieder aufzubauen. Da ist es völlig egal wie alt Mensch ist – wir machen uns beim Farbeabmachen und beim Bauen alle gleich dreckig. Wir lernen von den Großen wie Streichen und Hämmern so funktioniert und die lernen von uns, das sich einsauen richtig Spaß machen kann ;)
Gemeinsam mit dem Peißnitzhaus-Verein bauen wir Stein für Stein einen Ort der Begegnung für alle, damit die Menschen auch nach der Bauzeit noch voneinander lernen können.

In Dessau gehen wir gemeinsam mit den Juso zu den Familien. Die Papas und Mamas sind manchmal echt fertig vom Arbeiten und Haushalt erledigen und wir von der Schule oder der Universität. Da ist es echt schick einen Grund zu haben, um sich bei Würstchen im Park zu treffen, sich gegenseitig zu schminken und Wunderland-Lieder zu singen. Weil die Erwachsenen auch Sachen haben, die sie stören, können sie dort mit den erwachsenen Parteimenschen über ihre Sorgen reden.

Jo, jetzt wisst ihr wer der Wilhelm Dröscher war, womit wir uns bewerben… – aber da fehlt noch was.

Genau. Warum wir uns bewerben… .
Der Dröscher-Preis wird auf dem Bundesparteitag der SPD verleihen. Da treffen sich die Partei- und Pressemenschen aus ganz Deutschland um miteinander zu reden. Wir wollen die Gelegenheit nutzen, um mit denen darüber zu reden, dass es da in Halle ein Haus für alle Menschen gibt, dass Unterstützung braucht. Also nicht das Haus, aber die Menschen, die versuchen aus der Bruchbude einen Ort für alle zu machen. Mit unserem Projekt wollen wir den Menschen dort auch zeigen, dass es gar nicht so schwierig ist das was einen stört zu ändern – solange wir gemeinsam anpacken ;)

Weitere Infos:
http://www.wilhelm-droescher.de/

Solidarität mit Dr. Karamba Diaby

Solidarität mit Karamba Diaby

Seit langem ist Dr. Karamba Diaby als Stadtrat in Halle (Saale), als Sozialdemokrat und als
landes- und bundesweit aktiver Interessenvertreter für die Integration und für die Selbstorga-
nisation von Zugewanderten tätig. Sein demokratisches Engagement ist beispielhaft für un-
ser Land.

Der Bundeszuwanderungs- und Integrationsrat hat unter dem Vorsitz von Dr. Karamba Diaby
die Forderung beschlossen, rassistische Propaganda stärker strafrechtlich zu verfolgen und
zu ahnden. Seit einer Veröffentlichung der rechtsextremen „Jungen Freiheit“ zu diesem Be-
schluss gehen bei Dr. Karamba Diaby und bei seiner Partei zahllose E-Mails mit brutalen
Gewaltdrohungen und menschenverachtenden, rassistischen Herabsetzungen ein.

Gegen diese Angriffe auf Dr. Karamba Diaby und auf sein Engagement setzen wir un-
sere öffentliche Solidarität. Wir stehen ein für ein friedliches, demokratisches Zusammen-
leben in Vielfalt, für neue Chancen von Zuwanderung und Integration.

Bei der Empörung über die rassistischen Attacken wollen wir es aber nicht belassen. Unsere
Gesellschaft muss jetzt die nötigen Schlüsse ziehen:

- Die ungehemmten Gewalt- und Todesdrohungen zeigen, wie richtig der Bundeszuwande-
rungs- und Integrationsrat mit seiner Forderung liegt. Auch mit den Mitteln von Strafrecht
und Strafverfolgung müssen klare Grenzen gegen Rassismus und menschenverachtende
Propaganda gezogen werden.

- Ein bisschen Rassismus gibt es nicht. Jeder, der die biologische Ungleichwertigkeit von
Menschen propagiert, öffnet das Tor weit für rechtsradikale Ideologie, für Drohungen und
Angriffe auf Menschen anderer Herkunft. Sarrazins „Thesen“ haben die ermutigt, die Hass
und Gewalt predigen.

Unsere Demokratie braucht Engagement und Mut. Unser Land braucht viele Diabys.

Liebe Leser_innen, liebe Freund_innen,

wir bitten euch den oben stehenden Aufruf zu unterzeichnen.
Dies ist mit einer Mail an: buendnis-zuwanderung@gmx.de ganz einfach möglich.
Die aktuelle Liste an Unterzeichner_innen findest Du unter:
http://www.buendnis-zuwanderung.de/images/stories/Aktuelles/Solidaritt_mit_Karamba_Diaby.pdf

Leider müssen wir immer wieder feststellen, dass gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit* auch heute noch ein Problem unserer Gesellschaft ist.
Was unserem Freund Karamba in den vergangenen Wochen wiederfahren ist, stellt keinen Einzelfall dar. Anfeindungen, Beleidigungen, Drohungen, körperliche Angriffe bis hin zum Mord sind deutsche Realität – Tag für Tag. Von 1990 bis heute sind, laut Angaben des Tagesspiegel*, 137 Menschen Todesopfer rechter Gewalt geworden.
Neben der Unterstützung und Hilfe, die wir jetzt alle Karamba entgegenbringen, liegt es an Dir, an uns gemeinsam rechten Ideologien bereits in ihren Anfängen zu begegenen – im Klassenzimmer, beim Familienfest oder auf der Demo.

Die Anfeindungen gegen Karamba und andere sind keine Meinung, sondern ein Verbrechen.
Karamba, vielen Dank für dein unermutliches Engagement für uns alle!

Anmerkungen:
*1 http://www.amadeu-antonio-stiftung.de/w/files/pdfs/broschuere_gmf_2.pdf
*2 http://www.tagesspiegel.de/politik/rechtsextremismus/137-todesopfer-rechter-gewalt/1934424.html

Bundeskonferenz der Falken vom 2.-5. Juni 2011 in Hamburg

Letztes Wochenende fand in Hamburg die Bundeskonferenz der Falken statt.
Es war ein langes und spannendes Wochende. Höhepunkte der viertägigen Konferenz waren der Beschluss über ein neues Selbstverständnis und die Entscheidung, ab 2013 eine geschlechterquotierte Doppelspitze einzuführen.

Gratulieren können wir Lisa, die nun als Beisitzerin im F-Ring Teil des Bundesvorstands ist.

der neue Bundesvorstand
der neue Bundesvorstand

Mehr Infos findet ihr hier

Falkentreff Juni

Transzendentale Impfungen:
„Früher klebte man riesige Fotografien an Wände, an Bushaltestellen, auf Lastwagen und Taxen. Nie zuvor in unserer Geschichte war das menschliche Auge so sehr in Versuchung geführt worden. Und irgendwer hat mal ausgerechnet, dass jeder Mensch von seiner Geburt bis zu seinem achtzehnten Lebensjahr im Durchschnitt 350.000 Werbebildern ausgesetzt ist. Zweitausend Jahre hat es gedauert, um so weit zu kommen.“ (Zitat „39,90″)

Hey ihrs!
Im nächsten Treffen wollen wir ein bisschen darüber quatschen mit welchen Werbemitteln unser Interesse geweckt wird und an welchen Stellen wir möglicherweise in die Irre geführt oder bewusst verblendet werden. Und was wir wissen bzw. worauf wir achten können damit dies nicht passiert. Joshi gibt mit audiovisueller Unterstützung aus Szenen des französischen Films 39,90 etwas Input, der hoffentlich eine gute Diskussionsgrundlage bietet.

Wann? 22.06 19:00Uhr
Wo? Bei Lisa und Joshi, wer nicht weiß wo das ist, bitte kurz eine Nachricht an info.falkenhalle@gmx.de schicken
Futter? Humus (also keine Erde, sondern Kichererbsenpurée von Flo!)

Peißnitzhaus – wir bauen auf…

Das Peißnitzhaus hat eine bewegte Geschichte vorzuweisen. So wurde es Ende des 19. Jahrhundert gebaut, um als Erholungsstätte für die Bevölkerung zu dienen. Nachdem es zwischenzeitlich als Gaststätte und danach als Erholungsheim für Tuberkulose-kranke Kinder genutzt wurde, übernahm es bereits 1934 die Hitlerjugend. Nach 1945 wurde aus dem Peißnitzhaus die „„Schulgemeinschaft auf der Peißnitz“, in der Jugendliche unterstützt wurden, die selbst oder deren Eltern Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft geworden waren. 1950 wurde das Peißnitzhaus zum ersten Bezirkspionierhaus der DDR. Nach 1989 wurde das Gebäude und die umliegenden Anlagen nur noch sporadisch genutzt und Investitionen in die Instandhaltung versäumt – das Haus verfiel langsam vor sich hin.
Seit der Gründung des Vereins „Peißnitzhaus e.V.“ 2003 hat sich einiges geändert!
Es gibt nicht nur den Willen dieses Haus zu erhalten und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen – sondern auch viele Menschen die mit anpacken, mitgestalten und somit das Gelände und die Idee eines Hauses für alle wiederbeleben.

Ziel des Vereins ist es, einen generationsübergreifenden Ort des Voneinanderlernens zu schaffen. In das Haus sollen nach der Sanierung eine Spiel- und Erlebniswelt für jung bis reif, eine integrativ betriebene Gaststätte mit Arbeits- und Ausbildungsmöglichkeiten für behinderte und nicht-behinderte Menschen, sowie Übernachtungsmöglichkeiten für Fahrradtouristen, Wanderer, Pilger und Falken einziehen.

Um das zu stemmen, helfen viele Hände mit, indem
… Menschen im Gartenlokal mithelfen
… Menschen an der Renovierung aktiv oder finanziell mitwirken
… Menschen das kulturelle Programm bereichern
und so Handgriff, um Handgriff, Euro um Euro an einem Haus von und für alle bauen.

Am ersten Samstag im Juni haben wir Falken gemeinsam mit den Jusos Dessau unseren kleinen Beitrag geleistet und die Farbe an den Kolonanden, heißt so viel wie Bretter, entfernt, Teppiche ausgeklopft und Requisiten aussortiert. Neben dem Spaß sich dreckig zu machen und Sachen –erlaubt- kaputtzumachen, haben wir interessante Menschen getroffen und viel voneinander gelernt ;)

Nächster Arbeitseinsatz:
Samstag, 02. Juli ab 10 Uhr Treffpunkt: Peißnitzhaus

Unterstützung durch Konsum:
Das Gartenlokal hat bei schönem Wetter in der Woche ab 12 Uhr und am Wochenende ab 10 Uhr geöffnet. Und bietet neben Regionalen auch Speisen für Vegetarier und Allergiker an. Auch wenn mensch keinen Hunger hat, ist’s ´n netter Ort zum sich treffen, quatschen und Fassbrause trinken…

Weitere Informationen unter:
- http://www.peissnitzhaus.de/
- http://de.wikipedia.org/wiki/Pei%C3%9Fnitzhaus