Archiv für Dezember 2011

„Rechte Gewalt“ schaffts in die (inoffizielle) Eröffnung des Wilhelm-Dröscher-Preises

Die Jusos Dessau-Roßlau und wir mit Bravour unseren Stand bezogen und werben bereits fleißig für das Projekt „Familienzeit“. Verfolgt die Ereignisse auf unserer Facebookseite.

Bereits heute abend fand außerdem eine kleine Vorstellung des Dröscher-Projektes durch die OrganisatorInnen statt. Heidemarie Wieczorek-Zeul, früher landläufig als die „rote Heidi“ bekannt, hat sich auf der Begrüßung durch die Initiatoren des Wilhelm-Dröscher-Preises (unter anderem wohnte Peter Dröscher, Sohn Wilhelm Dröschers der Veranstaltung bei) zu den in den letzten Wochen bekannt gewordenen Morden des „Zwickauer Trios“ geäußert. Die ehemalige Bundesministerin für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung sprach sich für die auf dem Bundesparteitag zu verabschiedende Resolution gegen rechte Gewalttaten und dem zugrunde liegenden Gedankengut aus.

Am morgigen Sonntag wird der sozialdemokratische Ministerpräsident Norwegens, Jens Stoltenberg, auf dem Parteitag sich auch zu den Anschlägen in Oslo und Utoya durch Anders Breivik äußern. Die nichtmal ein halbes Jahr vergangenen Anschläge in Norwegen hatten damals den immernoch amtierenden Innenminister Friedrich zu der Aussage hingerissen, neben dem Aufruf zu „erhöhter Wachsamkeit“ zu behaupten: „Dennoch ergibt sich daraus für Deutschland derzeit keine neue Lage“.

Dass die Entwicklungen der letzten Wochen die „Lage“ bedeutend verändert haben, sollte auch an der SPD nicht vorbeigegangen sein. Welche nachhaltigen Konsequenzen diese Festellungen haben werden, außer dem obligatorischen Ruf nach Verbot der NPD, bleibt die wichtige Frage.