Archiv für Juli 2012

Falken verurteilen die menschenverachtende Praxis der Hamburger Ausländerbehörde

Abschiebung während des Kinderferienlagers – Falken verurteilen die menschenverachtende Praxis der Hamburger Ausländerbehörde

Vier Kindern, die derzeit an einem Zeltlager der Falken aus Hamburg und Schleswig-Holstein teilnehmen, droht nach ihrer Rückkehr die Abschiebung nach Mazedonien. Während der Vater bereits in der Nacht zu Samstag im Rahmen einer Sammelabschiebung ausgeflogen wurde, sollen die Mutter, die vier Töchter zwischen sechs und zwölf Jahren und der einjährige Bruder direkt nach dem Ende des Zeltlagers folgen.

Der Anruf der Hamburger Ausländerbehörde erreichte den Landesvorsitzenden der Hamburger Falken, Tilmann Dieckhoff, am Freitagabend um 20:30 Uhr, als die Kinder am Lagerfeuer sangen. Am Telefon erwog die Mitarbeiterin der Hamburger Ausländerbehörde, die sich zum Zeitpunkt des Telefonats in der Wohnung der Kinder in einer Hamburger Flüchtlingsunterkunft befand, die Kinder direkt aus dem Zeltlager abzuschieben. „Allein die Tatsache, dass die Kinder nicht mehr mit der Fähre ans Festland gebracht werden konnten, verhinderte vermutlich die Abschiebung aus dem Ferienlager“, so Tilmann Dieckhoff. Trotzdem ist klar, dass der Vater seine Kinder nach der Rückkehr aus dem Zeltlager nicht vom Bahnhof abholen kann, weil er bereits abgeschoben wurde. Wir

Wir Falken verurteilen diese menschenverachtende Abschiebeaktion scharf. Die Hamburger Ausländerbehörde zeigt damit, dass Werte wie Vielfalt und solidarisches Miteinander, die wir auf unserem Zeltlager leben, für sie keinerlei Bedeutung haben.

Die Abschiebeaktion der Hamburger Ausländerbehörde offenbart die perfide Widersprüchlichkeit der sogenannten Integrationspolitik: Während die eine Behörde, in diesem Fall das Jugendamt, Kindern mit Flüchtlingshintergrund an der Ferienmaßnahme Erholung, Teilhabe und ein altersgerechtes Aufwachsen ermöglichen will, werden diese Bemühungen durch menschenunwürdiges Verwaltungshandeln einer anderen Behörde zunichte gemacht.

Bei der Sozialistischen Jugend – Die Falken nehmen seit Jahren Flüchtlingskinder an Zeltlagern und Aktionen teil. Politisches Engagement gegen die unmenschliche Flüchtlingspolitik ist für uns langjährige Praxis. „Wir verstehen uns als Anwälte von Kindern und Jugendlichen und setzen uns seit langem aktiv für die Einhaltung der Kinderrechte ein“, betont Tilmann Dieckhoff. Und weiter: „Auch nach der Rückkehr aus unserem Sommerzeltlager werden wir die betroffenen Kinder und ihre Familie mit all unseren Kräften unterstützen!“

(Pressemitteilung, SJD – Die Falken LV Hamburg)

Love Music – Hate Racism, 28. Juli 2012

Flyer Love Music - Hate Racism
Mit Besorgnis müssten wir allein in den letzten drei Monaten fünf rassistische Übergriffe in Halle zurückblicken.
Solche Übergriffe bedürfen eines gesellschaftlichen Klimas, dass es erst ermöglicht eine Denke in „wir“ und „die“, in „Einheimische“ und „Fremde“ aufrechtzuerhalten.

Wir Falken Halle rufen Dich dazu auf am kommenden Samstag, 22.07.12 Alltagsrassismen aufzubrechen und Solidarität mit den Betroffenen auf der Straße zu zeigen.
Es gibt aus der Reihe zu tanzen und ein deutliches, entschlossenes Zeichen gegen Menschenfeindlichkeit – jeglicher Art zu setzen.

Weitere Infos unter: http://lovemusichateracism.blogsport.de

Wir trauern mit den Betroffenen von Utøya und Oslo

Halle, 22.Juli 2012
Kranz - Im Gedenken an die Opfer von Utoya
Heute gedachten Hallenser_innen, Falken und Jusos gemeinsam den Toten, Verletzen und Betroffenen von Utøya und Oslo. Die Gedenkveranstaltung wurde vor der Marktkirche mit Kranz- und Kerzenniederlegung und würdevollen Worten durch den Juso-Stadtvorsitzenden Felix Peter begangen. Felix erinnerte an die „junge Menschen, die Träume hatten und die Welt ein Stück besser machen wollten“ und erinnerte daran, dass indem wir weiter für Weltoffenheit und ein solidarisches Miteinander eintreten – ihnen unseren gelebten Respekt erweisen.
Im solidarischen Gedenken mit den Betroffenen und Hinterbliebenen: In unseren Herzen lebt ihr weiter – für eine gemeinsame, tolerante und sozialistische Welt werden wir weiter wirken!

Ein Jahr Anschläge von Oslo und Utøya

Ein Jahr sind sie jetzt her, die Anschläge in Oslo und auf Utøya, bei denen 77 Menschen ermordet wurden – darunter viele Freund_innen der AUF. Gemeinsam mit Menschen auf der ganzen Welt wollen wir am Sonntag, dem 22.7., um 15.22 Uhr den Toten, Verletzen und weiteren Betroffenen gedenken bzw. unsere Solidarität zeigen.

Wir treffen uns dazu um 15 Uhr mit den Genoss_innen der Jusos Halle und weiteren Freund_innen am Lutherdenkmal an der Marktkirche (Marktplatz, Halle).