Archiv der Kategorie 'Falken in Action'

Demo für Vielfalt und gegen Rassismus und Menschenfeindlichkeit

Antifaschistische Menschen aus Halle haben am 01.Mai 2012 ab 14 Uhr am Marktplatz zu einer Demonstration „Für Vielfalt gegen Rassismus und Menschenfeindlichkeit“ aufgerufen.

Mit Sorge beobachten wir, dass rassistische Übergriffe in Halle und Sachsen-Anhalt zugenommen haben.
Aus diesem Grund wollen wir gemeinsam ein Zeichen für ein vielfältiges kulturelles Miteinander setzen und
den gewaltsamen faschistischen Übergriffen der letzten Wochen ein buntes, kreatives, lautstarkes, entschlossenes und gewaltfreies Symbol des Miteinanders entgegensetzen.

Deshalb komm auf die Straße und begehe mit uns den revolutionären 01.Mai.

Gemeinsam Essen – Solidarität leben!

UPDATE: Donnerstag, 03. Mai um 13 Uhr (!!!) – Uhrzeit wurde aktualisiert!

Am vergangenen Samstag (21.04.12) wurde ein rassistischer Anschlag auf den Imbiss Bistro Urfa in der Elsa-Brandström-Straße (Halle-Süd) verübt. So ein Anschlag hat nicht nur einen finanziellen Schaden zur Folge, sondern auch einen Schock und Ängste für Betreiber_innen und Kund_innen.
Weil wir unsere kulturelle und kulinarische Vielfalt schätzen und die Betreiber_innen aktiv unterstützen wollen,
laden wir Dich am Donnerstag, 03.Mai 2012 um 13 Uhr im Bistro Urfa ein gemeinsam Mittagzuessen.

Weitere Infos:
MZ-Artikel

Darum Feminismus

Darum Feminismus!

Signs at slutwalk Charlotte Cooper von pigs.de
Signs at slutwalk Charlotte Cooper von piqs.de

„Feminismus braucht’s doch nicht mehr…“, ach ja? Der politische Nachtisch im April widmete sich der Frage: „Braucht’s den Feminismus eigentlich noch und was ist den Feminismus?“. Wir haben uns bei Chilli sin Carne mit Gleichheitsfeminismus, Differenzfeminismus und Queerfeminismus auf theoretischer Ebene auseinandergesetzt und bei uns nachgeschaut, ob wir eigentlich patriarchale (Herrschaft durch Männer) Unterdrückungsmechanismen in unserem Leben wieder finden und wenn ja wo und inwiefern. Wir haben herausgefunden, dass es nicht „die Frau“ gibt, sondern ganz viele unterschiedliche Menschen. Das wir jedoch politische Kampfbegriffe wie „Frau“ und „Mann“ noch brauchen, um auf Unterdrückung und Ungleichheit hinzuweisen und für gleiche Rechte, gleiche Möglichkeiten und Wertschätzung der Unterschiedlichkeiten zu kämpfen. Gleichzeitig steht für uns fest, dass die Einteilung in „Frau“ und „Mann“ kein Abbild unserer Gesellschaft sein kann, denn „Du magst mich zwar als Mann lesen, aber ich bin Uwe-Maria-Liselotte, also akzeptier mich wie ich bin und lern mich kennen, statt mich in Schubladen zu pressen. Denn das ist Beschneidung, Unterdrückung und das will keiner von uns!“. Wir waren uns einig darüber, dass Feminismus nicht nur Frauensache ist, denn die Unterdrückung von Menschen (aus welchem Grund auch immer) geht uns alle an. Beschränkt uns alle und reproduziert im Geschlechterverhältnis die Unterdrückung die wir im Großen mit der Forderung „Kapitalismus abschaffen“ aufbrechen wollen.
Unterdrückung von Frauen gibt’s auch heute, manchmal scheinbar unsichtbar (Ausschluss aus Diskussionen oder ähnliches) oder offensichtlich (Ungleiche Bezahlung für gleiche Arbeit) – daran können wir jedoch gemeinsam was ändern!
Frei und Gleichsein macht Spaß, das haben wir am Mittwoch gemerkt, als alle die Möglichkeit hatten mitzudiskutieren und ihren Beitrag einzubringen.
Lust aktiv zu werden? Fang in deinem Freundeskreis, auf Arbeit oder in der Schule an; Du kannst das natürlich auch mit uns Falken: zum Beispiel beim Event FemPower vom 14.-16. September 2012 im Jugendclub „Schloss19“ in Berlin oder bei der nächsten Gruppenstunde machen. Event-Anmeldung unter: info.falkenhalle@gmx.de unter dieser Mail bekommst Du auch die PPP* der „Darum Feminismus“-Gruppenstunde ;)

Landeskonferenz 2012 – Wir lassen uns nicht verwalten!

Landeskonferenz 2012 – Wir lassen uns nicht verwalten!

Am 25. März fand in Magdeburg in der Cafeté der Falken Sachsen-Anhalt unsere Landeskonferenz statt. Bei der Landeskonferenz waren alle Falkenmitglieder des Landesverbands herzlich willkommen und es folgten so viele wie seit Jahren nicht mehr – aus Magdeburg, Bürde und natürlich auch aus Halle. Das bei der Landeskonferenz alle Falken stimmberechtigt sind entspricht unserem Demokratieverständnis, denn schließlich können und sollen bei uns alle mitreden und mitentscheiden. Neben dem Bericht des bisherigen Landesvorstands und den Wahlen (hier herzlichen Glückwunsch Nicole als neue, alte Vorsitzende und auch allen anderen Gewählten) haben wir vier inhaltliche Anträge behandelt. So haben wir uns solidarisch mit den Projektträgern der Jugendhilfe entschlossen gegen die Hinhaltetaktik von Politik und Verwaltung bei der Projektfinanzierung ausgesprochen. Wie ihr wisst ist „ohne Moos nicht viel los“…, so sind auch die Falken in Sachsen-Anhalt von der Landesfinanzierung abhängig. Doch entgegen den politischen Versprechen wurden die Fördermittel der Kinder- und Jugendarbeit gekürzt und in der Abrechnung durch das Bescheidwesen ein Rückschritt eingeschlagen, das bedeutet für uns Planungsunsicherheit und ein mehr an Bürokratie. Deshalb wollen wir gemeinsam mit anderen Trägern der freien Kinder- und Jugendhilfe für die Verbesserung der Bedingungen kämpfen. Denn schließlich arbeiten wir gemeinsam an der Zukunft – direkt und unmittelbar.
Im Sinne der Nachhaltigkeit gibt’s ab dieser Konferenz bei allen Falkenveranstaltungen, im Büro und bei Seminaren fair gehandelten, kooperativ hergestellten Kaffee und wir wollen versuchen unser gesamtes Konsumverhalten auf regionale, nachhaltig hergestellte und kooperative Produkte umzustellen.
Vielleicht habt ihr mitbekommen, dass es in letzter Zeit einen Mangel an Kommunikation zwischen dem Landesvorstand und dem halleschen Kreisverband gab. Auch das war bei der Aussprache Thema. Konstruktiv und verständnisvoll haben wir diese Reiberei gelöst. So ist geplant das Jahresplanungsseminar der Falken Halle in Magdeburg stattfinden zu lassen, um bei fair gehandeltem Kaffee sich besser kennenzulernen und Vertrauen aufzubauen.
Abschließend freuen wir uns verkünden zu dürfen, dass Florian und Ute gemeinsam mit Nicole und Fabi zur Bundeskonferenz der Falken fahren.
Vielen Dank an die Magdeburger für die Organisation der Landeskonferenz.
Zu guter Letzt wünschen wir uns ein gutes Falkenjahr mit spannenden Diskussionen, spaßigen Aktionen und Freundschaft!

„Freiheit ist immer Freiheit der Andersdenkenden.“

… so lautet das berühmte Zitat Rosa Luxemburgs, das fast jede_r kennen dürfte. Weit weniger bekannt ist der Satz unmittelbar davor: „Freiheit nur für die Anhänger der Regierung, nur für Mitglieder einer Partei – mögen sie noch so zahlreich sein – ist keine Freiheit.“ Sie weist damit nachdrücklich auf die Notwendigkeit eines wahrhaft demokratischen Sozialismus hin und ist – ebenso wie Karl Liebknecht – ein unumgänglicher Bezugspunkt für uns Falken und andere junge Sozialistinnen und Sozialisten.

Aus diesem Grund trafen sich auch in diesem Jahr weit über hundert Falken aus Deutschland, Österreich und der Schweiz bei „Rosa&Karl“, einer bundesweiten Veranstaltung im Kurt-Löwenstein-Haus, vom 13.-15. Januar.
Erstmals waren auch wir Hallenser mit vier Falken vertreten. Was zunächst als großes Treffen von Freund_innen begann, führte uns am Samstag in zahlreiche Workshops zu verschiedensten Themen, vom „Extremismus der Mitte“, über einen Stadtrundgang auf den Spuren des Sozialismus des frühen 20. Jahrhunderts bis zum Kritischen Liederworkshop. Am Morgen des 15. Januar schließlich – dem 93. Jahrestag ihrer Ermorderung – gedachten wir trotz früher Stunde und eisiger Luft Rosa und Karl gemeinsam mit einer Kranzniederlegung.

Eigentlich ist der traditionelle Hauptbestandteil des Gedenkens die anschließende Luxemburg-Liebknecht-Demonstration vom Frankfurter Tor nach Lichtenberg, zum Friedhof der Sozialist_innen. Diese hat sich jedoch, wie wir sehen konnten, zu einem Sammelsurium von Gruppen entwickelt, die einem autoritären Staatssozialismus hinterhertrauern, ganz gewiss aber nicht den freiheitlichen Idealen Rosa und Karls. Ob wir wieder teilnehmen werden ist im Moment sehr fraglich, wollen wir doch Teil einer Bewegung und nicht eines Zirkusses sein.

Noch sind die Eindrücke recht frisch und wenig verarbeitet. Es bleibt sicherlich der Eindruck einer Geschichte, die uns als „SJD – Die Falken“ in Solidarität miteinander und mit anderen Kämpfer_innen für Freiheit und Sozialismus verbindet. Es bleibt aber auch die Präsenz der historischen Realität, die im Namen dieser Begriffe ihr Gegenteil geschaffen hat.

Es tut daher Not stets aufs Neue (selbst-) kritisch unsere Welt, wie sie ist und wie sie geworden ist, zu betrachten und uns gemeinsam zu fragen, wie eine bessere Welt möglich wird. Aber genau das macht uns als Falken ja auch aus und so nehmen wir die Herausforderung gerne an.

„Rechte Gewalt“ schaffts in die (inoffizielle) Eröffnung des Wilhelm-Dröscher-Preises

Die Jusos Dessau-Roßlau und wir mit Bravour unseren Stand bezogen und werben bereits fleißig für das Projekt „Familienzeit“. Verfolgt die Ereignisse auf unserer Facebookseite.

Bereits heute abend fand außerdem eine kleine Vorstellung des Dröscher-Projektes durch die OrganisatorInnen statt. Heidemarie Wieczorek-Zeul, früher landläufig als die „rote Heidi“ bekannt, hat sich auf der Begrüßung durch die Initiatoren des Wilhelm-Dröscher-Preises (unter anderem wohnte Peter Dröscher, Sohn Wilhelm Dröschers der Veranstaltung bei) zu den in den letzten Wochen bekannt gewordenen Morden des „Zwickauer Trios“ geäußert. Die ehemalige Bundesministerin für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung sprach sich für die auf dem Bundesparteitag zu verabschiedende Resolution gegen rechte Gewalttaten und dem zugrunde liegenden Gedankengut aus.

Am morgigen Sonntag wird der sozialdemokratische Ministerpräsident Norwegens, Jens Stoltenberg, auf dem Parteitag sich auch zu den Anschlägen in Oslo und Utoya durch Anders Breivik äußern. Die nichtmal ein halbes Jahr vergangenen Anschläge in Norwegen hatten damals den immernoch amtierenden Innenminister Friedrich zu der Aussage hingerissen, neben dem Aufruf zu „erhöhter Wachsamkeit“ zu behaupten: „Dennoch ergibt sich daraus für Deutschland derzeit keine neue Lage“.

Dass die Entwicklungen der letzten Wochen die „Lage“ bedeutend verändert haben, sollte auch an der SPD nicht vorbeigegangen sein. Welche nachhaltigen Konsequenzen diese Festellungen haben werden, außer dem obligatorischen Ruf nach Verbot der NPD, bleibt die wichtige Frage.

Rechts, Links, Mitte – wer ist hier extrem?

Seit Januar 2011 verlangt das Bundesfamilienministerium unter Kristina Schröder (CDU) von geförderten Projektträger_innen eine Erklärung zu unterschreiben, in der sie sich zur Freiheitlich-Demokratischen Grundordnung bekennen und sich verpflichten ihre Projekt_partnerinnen auf Verfassungstreue zu überprüfen.
In der Diskussion werden Hintergründe und Praxis der sog. Extremismusklausel kritisch beleuchten:
Was meint „Extremismus“ überhaupt? Welches Ziel wird mit der Extremismusklausel verfolgt und wie zielführend ist die Wahl dieses Mittels? Welche Konsequenzen hat die Aufforderung zur Überwachung für die gesellschaftliche Arbeit gegen menschenverachtende Einstellungen? Welche Strategien und Konzepte können wir dem entgegensetzten?
Gäste werden Innenminister a.D. Holger Hövelmann und Magdalene Schlenker (Wissenschaftlerlin) und Anne Mehrer (Miteinander e.V.) sein.
Mittwoch, 19.10.11
19 Uhr
Goldene Rose (Rannische Straße 19)

Eine gemeinsame Veranstaltung der Jusos, Falken und der Initative Halle gegen Rechts – Bündnis für Zivilcourage

Vorbereitungsseminar für den Dröscher-Preis in Berlin

Wie ihr wisst haben wir uns beim Willhelm-Dröscher-Preis mit unserem Kooperationsprojekt „Familienzeit – wir schaffen Raum“ beworben.

Am 01.Oktober sind Ute (für uns Falken) und Daniel (für die Jusos Dessau) nach Berlin zum Vorbereitungsseminar ins Willy-Brandt-Haus gefahren.

Damit können wir auch schon einen ersten kleinen Erfolg verkünden, denn wir sind in der Kategorie „Zukunftswerkstatt“ gemeinsam mit sieben weiteren Projekten angenommen worden. Vom 03.-06. Dezember fahren nun acht Falken und Jusos gemeinsam nach Berlin auf den Bundesparteitag, um dort für unsere Sache zu werben und die Politikmenschen davon zu überzeugen, dass Politik mit den Menschen vor Ort nicht nur Spaß macht, sondern etwas bewegt – in den Herzen und im Stadtbild.

Peißnitzhaus – Runde Drei ;)

Wir bauen weiter!

Die Falken Halle und Jusos Dessau beteiligen sich auch im August beim Aufbau des Peißnitzhauses.
Nachdem wir im Juni die Farbe der Kolonnaden ab gespachtelt haben, ging es im Juli mit dem dem Einsatz eines elektronischen Schleifgerätes weiter.
In Guter Falkentradition haben wir damit ordentlich Staub aufgewirbelt; am 06. August ab 10 Uhr wollen wir jetzt unser handwerkliches Können noch weiter entwickeln und das Peißnitzhaus ein Stück mehr ausbauen.
Wir freuen uns, wenn Du mit uns gemeinsam Hand anlegst

am Samstag, 06. August 2011
ab 10 Uhr
am Peißnitzhaus.

Bis dann ;)

Im Gedenken und in solidarischer Verbundenheit

Im Gedenken und in solidarischer Verbundenheit

Am 29. Juli folgten zahlreiche Menschen der Einladung von SPD, Jusos und Falken, um unseren norwegischen Genoss_innen zu gedenken.
Genau eine Woche zuvor am 22. Juli 2011 wurden im Regierungsviertel Oslos und auf der Insel Utøya zwei Attentate durch einen Rechtsradikalen verübt. Auf der Insel Utøya trafen der Zorn und die Willkür dieses einen Menschen direkt die jungen Genoss_innen, die politisch für eine freie, offene und gerechte Welt standen und dort zusammen mit anderen Freude und Spaß erleben wollten.
Wir gedachten allen Opfern des Anschlages in Oslos und den Opfern des Attentats auf Utoya in einer Gedenkminute, einer Kranzniederlegung, sowie des Anzündens von Kerzen. In tiefer Betroffenheit, aber auch Solidarität, stehen wir den Angehörigen der Opfer und den Genossen und Genossinnen der norwegischen AUF, welche das Jugendsommerlager auf Utoya ausrichtete, bei.
Durch solch feige Anschläge dürfen wir uns nicht zum Schweigen bringen lassen. Die Opfer der Tragödie ehren wir am ehesten durch eine Gesellschaft, die so weit wie möglich vom Weltbild des Täters entfernt ist. Was passiert ist können wir nicht ungeschehen machen, aber wir können gemeinsam für eine Gesellschaft des Miteinanders, der Solidarität und Offenheit. Deshalb gibt es für uns keine würdigere und sinnvollere Reaktion, als weiterhin politisch aktiv zu sein und für das einzustehen, woran wir glauben.
In diesem Sinne: „In Gedenken an die Opfer des 22. Juli in Norwegen. In Solidarität verbunden – Jusos, Falken und SPD Halle“