Archiv der Kategorie 'Falken in Action'

Wir trauern mit den Angehörigen – Gemeinsame Solidaritätserklärung der Falken und Jusos

Wir trauern mit den Angehörigen – Gemeinsame Solidaritätserklärung der Falken und Jusos

Liebe Genossinnen und Genossen,

wir alle sind geschockt von den Ereignissen in Norwegen. Unsere Gedanken sind bei den Opfern und ihren Angehörigen.

Die feigen Anschläge in Norwegen sprengen unsere Vorstellungskraft. Niemals hätten wir eine solchen Tat für möglich gehalten. Unsere Genossinnen und Genossen von der AUF (Arbeidernes Ungdomsfylking) in Norwegen sind offenbar direktes Ziel geworden, weil sie für eine weltoffene und tolerante Gesellschaft gekämpft haben. Die norwegische Sozialdemokratie weiß uns und unsere Solidarität in dieser schwierigen Zeit auf ihrer Seite.

Mit der AUF verbindet uns eine starke gemeinsame Geschichte. Lasst uns den norwegischen Genossinnen und Genossen gerade jetzt zeigen, dass wir bei ihnen sind. Ihr könnt eurer Trauer zum Beispiel in unserem virtuellen Kondolenzbuch und über das Pic-Badge der AUF für die sozialen Netzwerke Ausdruck verleihen. (virtuelles Kondolenzbuch)

Dieser Anschlag traf uns in der Woche vor dem IUSY-Festival am Attersee in Österreich. Dort wollten wir mit rund 3000 Genossinnen und Genossen aus der ganzen Welt ein deutliches Zeichen für internationale Solidarität und gegen Hass setzen. Das Festival wird nun überschattet sein von den schrecklichen Ereignissen in Norwegen. Umso wichtiger ist es jetzt, dass wir nächste Woche zusammen kommen. Lasst uns beim IUSY-Festival ein deutliches Zeichen für Toleranz, für Demokratie und gegen den Terrorismus setzen. Unser Ziel ist die friedliche, demokratische und sozialistische Welt. Niemand, auch keine Terroristen, werden uns so einschüchtern können, dass wir von diesem Ziel ablassen. Lasst uns gemeinsam zeigen: Unsere Idee ist stärker als ihre Gewalt!

Spiel und Spaß – Rotes Public Viewing

50 junge Menschen, zwei Teams und eine einzigartige Stimmung.
An diesem Abend kamen fünfzig Menschen zusammen, ein Teil, weil sie Fußball gucken wollten, andere wegen des Grillens und der Brause und manche, aus politisch-feministischer Motivation. Ab der zweiten Halbzeit sahen alle gespannt auf die Leinwand, das Spiel hatte die Aufmerksamkeit errungen und wir fieberten mit – die Ballkunst hat uns überzeugt und auch die Fußballskeptiker_innen zu emotionalen Ausbrüchen verleitet und Lust auf mehr gemacht.

Die Spielerinnen der USA waren die klaren Favoritinnen. Die US-Nationalmannschaft hatte bereits zwei WM-Titel errungen und dreimal an den olympischen Spielen gewonnen. Japan war bei der letzten WM „nur“ vierte geworden. Als die USA in der zweiten Halbzeit in Führung ging, verwunderte das nicht wirklich. Doch die 81. Spielminute lies eine_n den Atem anhalten – Japan erzielte den Ausgleich. Gleichstand und Verlängerung. Im Abstand von 13 Minuten folgten für beide Seiten ein weiteres Tor durch Abby Wambach und Homare Sawa. Die japanischen Spielerinnen behielten die Ruhe und setzten sich mit 5:3 letztlich beim Elfmeterschießen durch und holten den WM-Sieg nach Japan.

Warum reden wir eigentlich von „Frauen-Fußball-WM“ oder „WM der Frauen“. Wenn die Männer WM spielen, heißt es immer nur „Weltmeisterschaft“. Der Grund dafür ist, dass Profi-Fußballerinnen immer noch keine Normalität sind und es noch gar nicht so lang her ist, dass Frauen erstmals begonnen haben sich in Vereinen zu organisieren. Spannend ist, dass die Geschichte des Frauenfußballs in Deutschland eine völlig unterschiedliche ist. Während sich Anfang der 70er die Kickerinnen in der DDR in Betreibssportgemeinschaften (BGS) organisieren, durch die sog. Trägerbetriebe Ausrüstung gestellt bekamen und ihnen die Sportplatznutzung ermöglicht wurde; war im anderen Deutschland Frauenfußball von 1955 bis 1970 verboten. So ein Fußballverband kann natürlich nicht wirklich „verbieten“, dass Frauen Fußball spielen, aber ein Verband kann den Fußballspielerinnen ganz schön zwischen die Beine grätschen. Beispielsweise wurde ihnen das Spielen in Stadien oder auf Vereinsrasenflächen verweigert. Mitte der 50er wurde Schiedsrichtern untersagt Spiele von Frauen zu pfeifen und den Fußballvereinen nicht gestattet eigene Frauenabteilungen zu eröffnen. Was die Fußball(männer)welt überall einte, war das Frauenfußball unterschätzt wurde. Unser voller Respekt gilt Spielerinnen wie: Nettie Honeyball, Charlotte Specht, Caroline Morace, Pia Sundhage, Mia Hamm und Marta Viera da Silva – vielen Dank für euer virtuoses Spiel und euren Kampf für unsere Rechte!

Weiterlesen:
Arte – Sommer of Girls – Rebellion im Fußballdress
DFB – WM 2011
Bundeszentrale für politische Bildung – Frauenfußball während der Verbotszeit

Public Viewing 17.07 herzliche Einladung ;)

Schönen, internationalen Fußball schauen
Wir wollen uns gemeinsam das Finale der Frauenfußball Weltmeisterschaft ansehen.
Für einen internationalistischen Jugendverband ist es ja schließlich
unerheblich ob der beste Fußball von deutschen Fußballer_innen gespielt
wird, oder nicht ;-)

Fußball ist mehr als „nur“ Sport.
Wenn Frauen im letzten Jahrhundert sich das Ziel setzten, gemeinsam
Sport zu betreiben um den Ball ins „Eckige“ zu befördern, dann war dies
immer mehr als sportlicher Wettkampf – es war auch immer ein Kampf mit
gesellschaftlichen Normen und patriarchal geprägten Strukturen. Weil
dieser emanzipatorische Prozess Bestandteil der Geschichte und leider immer noch Alltag des
Frauenfußballs ist – ist dies politisch.
Deshalb laden wir euch ein, in der Halbzeitpause mit kurzen Filmen, sich
der Geschichte dieser Bewegung bewusst zu werden, denn sie verdient
mindestens genauso viel Aufmerksamkeit, wie das Spiel um das beste
Fußballteam der Welt.

Fußball ist Spiel, ist Spaß,
und weil dies so ist, soll das Spiel und das gemeinsame launige
Beisammensein an diesem Abend nicht zu kurz kommen.

Also herzliche Einladung,
Projektgruppe „Kritische Gesellschaft – Wir bilden“ der Jusos/Falken/HSG Halle

Bilden statt Verbieten!

Bilden statt Verbieten!

Der Innenminister Holger Stahlknecht (CDU) des Landes Sachsen-Anhalt fordert einen „Radikalenerlass“, sein Ministerium überprüft dies bereits.

Was ist ein „Radikalenerlass“?
„Radikalenerlass“ kommt aus den 70er Jahren. Damals hatten die Landesregierungschefs Angst davor, dass sogenannte „Radikale“ (also Menschen, die unserem herrschenden System kritisch bis ablehnend gegenüberstehen) bereits oder zukünftig für den Staat arbeiten. Klingt etwas seltsam, denn warum sollten Menschen, die etwas gegen die Staatsordnung haben für den Staat arbeiten? So genau konnten die Landesregierungschefs die Frage damals auch nicht beantworten, aber sie hatten unter anderem Angst davor, dass Menschen andere Menschen bilden, die dem Staat kritisch oder ablehnend gegenüberstehen. Denn Menschen, die andere Menschen bilden sind zum Beispiel Lehrer_innen und die sind Staatsangestellte.
Und genau hier setzt der „Radikalenerlass“ an. Als 1972 die Länderregierungschefs die „Grundsätze zur Frage der verfassungsfeindlichen Kräfte im öffentlichen Dienst“, kurz den „Radikalenerlass“ beschlossen haben, wurden ganz viele Menschen überprüft.
Das Deutsche Historische Museum in Berlin schreibt dazu:
„3,5 Millionen Menschen wurden seit 1972 einer „Sicherheitsüberprüfung“
unterzogen, und in etwa 10.000 Fällen wurden der Eintritt in den bzw. das
Verbleiben im Öffentlichen Dienst untersagt.
Es gab 130 Entlassungen. Die „Berufsverbote“, von denen vor allem
Kommunisten und andere Linke betroffen wurden, waren einmalig in der
Europäischen Gemeinschaft und wurden in internationalen Gremien als
Verletzung der Menschenrechte gewertet. Den Kritikern, die die
Verfassungsmäßigkeit anzweifelten, gab Ende der 80erJahre der
Europäische Gerichtshof für Menschenrechte insofern recht, als er im Falle
einer entlassenen (und später wieder eingestellten) Lehrerin, die DKP -
Mitglied war, einen Verstoß gegen die Artikel 10 und 11 der Europäischen
Menschenrechtskonvention (Recht auf Meinungs- und Versammlungsfreiheit) feststellte.“


© Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland

Scheinbar hatte der Radikalenerlass jedoch nicht den wünschenswerten Erfolg gegen „rechtsradikale und fremdenfeindliche“ Personen oder Weltbilder. Das Gegenteil war der Fall, in den 70ern hatten (linken) Student_innen Angst sich politisch zu engagieren, die gegen menschenverachtende Weltbilder auf die Straße gegangen waren, weil mensch nie wusste, inwieweit das politische Engagement gegen eine_n verwendet werden konnte. Bei der Verwendung des „Radikalen“-Begriffs wurden „rechte“ und „linke“ in einen Topf geworfen, obwohl die Kritikpunkte der herrschenden Ordnung, wie auch die Mittel der Auseinandersetzung völlig andere sind.

Von der Geschichte zurück nach Sachsen-Anhalt.
In Sachsen-Anhalt gab es mal einen Fußballtrainer namens Lutz Battke, der nicht nur rechtsradikal dachte, sondern auch so handelte. Als er seinen Job als Schornsteinfeger verlor, war damit das Problem nicht erledigt, weil er seine menschenverachtende Einstellung immer noch im Fußballverein an Jugendlichen weiter gab. Beschlüsse und Verordnungen sind keine Hilfe, wenn es um Bewusstsein und Sensibilisierung geht. Nur weil ich jemanden entlasse oder nicht einstelle, ändert sich deshalb sein/ihr Denken und die Möglichkeit der Verbreitung des menschenfeindlichen Weltbilds nicht.

Die Falken Halle lehnen den „Radikalenerlass“ grundsätzlich ab.
Menschenverachtung ist ein Problem unserer gesamten Gesellschaft, dem mit Bildung und nicht durch Berufsverbot begegnet werden muss. Wir begrüßen es, das der Innenminister Möglichkeiten schaffen will, um unsere Demokratie zu stärken, dass sollte dann aber mit den Menschen und nicht gegen sie geschehen. Aus diesem Grund empfehlen wir die Lektüre des Gutachtens der Friedrich-Ebert-Stiftung (http://www.b-b-e.org/uploads/media/nl0713_gutachten_klein.pdf) und die Unterstützung antifaschistischer Akteur_innen vor Ort.
Die Entwicklung eines „Landesprogramm für Demokratie“, indem den Menschen Alternativen zu rechtsradikalen Deutungsangeboten für ihre Alltagsfragen geboten werden – wäre ein Schritt in die richtige Richtung.

Die komplette Stellungnahme der Falken Halle findest Du hier

Weitere Infos unter:
- http://www.mz-web.de/servlet/ContentServer?pagename=ksta/page&atype=ksArtikel&aid=1300343005096&openMenu=987490165154&calledPageId=987490165154&listid=994342720546
- http://magdeburgersonntag.info/artikel/spitze-bei-rechter-gewalt-0702
- http://www.dhm.de/ausstellungen/grundrechte/katalog/144-149.pdf
- http://www.b-b-e.org/uploads/media/nl0713_gutachten_klein.pdf
- http://www.mz-web.de/servlet/ContentServer?pagename=ksta/page&atype=ksArtikel&aid=1309092966267
- http://www.hdg.de/lemo/html/dokumente/KontinuitaetUndWandel_verordnungExtremistenbeschluss/index.html

Ohne Moos nix los – war gestern

Ohne Moos nix los – war gestern.


psst, wir wollen die konzentrierten teilis nicht stören!

Wie funktionier eigentlich das Einwerben von Geld für coole Projekte?

Mit Theorie und Sachverstand zeigte Ute Larsen, welche Möglichkeiten es gibt um von der Projektidee zur Projektfinanzierung zu gelangen.
Dabei vermittelte sie anhand eines Kreislaufs die einzelnen Etappen des Fundraisings und öffnete den Blick für die vielfältigen Möglichkeiten der Mittelgewinnung.

Neben der Theorie und den Praxisbeispielen setzten wir das Erlernte im Workshop gleich praktisch um. Dabei rausgekommen sind zwei wunderschöne Projekte Titel „Queer – Hand_InHand“ und eine Fortbildungsveranstaltung zum Thema „Feminismus“ entstanden. Wir dürfen also gespannt sein, auf unsere kommenden Veranstaltungen ;)

Wir bauen weiter – Peißnitzhaus 2.0

Wir bauen weiter!

Die Falken Halle haben sich auch im Juli beim Bau des Peißnitzhauses beteiligt.
Nachdem wir im Juni die Farbe der Kolonnaden ab gespachtelt haben, gingen wir jetzt einen Schritt weiter…
Unter dem Einsatz eines elektronischen Schleifgerätes haben wir richtig Staub aufgewirbelt und die Oberflächen geglättet.
Mit uns gemeinsam waren um die 20 Kolleg_innen zum Sozialen Tag für Auszubildende am Start. Neben dem gemeinsamen Arbeiten und Spaß haben, nahmen wir die Gelegenheit war beim Mittagessen über Ausbildungsverhältnisse zu quatschen und uns besser kennenzulernen.

Bau mit am Peißnitzhaus, einer Begegnungsstätte der besonderen Art.

Nächste Gelegenheit sich die Hände schmutzig zu machen und Solidarität zu leben:
06. August 2011, 10 Uhr am Peißnitzhaus

Falken im Fadenkreuz der Nazis

1. Brandanschlag auf das Anton Schmaus Haus in Berlin-Britz


In der Nacht von Sonntag auf Montag ist auf eine Kinder- und Jugendeinrichtung der Sozialistischen Jugend Deutschlands – Die Falken in der Gutschmidtstraße in Berlin-Neukölln ein Brandanschlag verübt worden. Personen wurden zum Glück nicht verletzt.
Brandanschlag auf Jugendzentrum in Neukölln

Gegen 0.30 Uhr morgens endeckten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vom benachbarten BVG-Hof den Brand und alarmierten sofort die Feuerwehr. Durch deren schnelles Eingreifen konnte ein völliges Ausbrennen des Hauses verhindert werden. Dennoch ist hoher Sachschaden entstanden.

Über die Täter ist bislang noch nichts bekannt. Karsten Thiemann, Kreisvorsitzender der SJD – Die Falken Neukölln: „Zum jetzigen Zeitpunkt können wir über Täter und Hintergründe des Anschlages nur spekulieren. Aber erst kürzlich wurden wir vom Mobilen Beratungsteam gewarnt, dass unser Haus als bevorzugtes Ziel für Anschläge auf einer rechtsextremistischen Internetplattform geführt wird. Ob da tatsächlich ein Zusammenhang besteht, wird die Polizei prüfen müssen.“

Links dazu:
http://www.wir-falken.de/aktuelles/4913816.html
http://www.tagesspiegel.de/berlin/polizei-justiz/fuenf-brandanschlaege-in-einer-nacht-/4326778.html
http://www.taz.de/1/berlin/artikel/1/auf-schlaege-folgen-braende/
http://www.jungewelt.de/2011/06-28/050.php
http://www.bz-berlin.de/aktuell/berlin/koerting-warnt-vor-gewalt-eskalation-article1214137.html
http://www.rbb-online.de/abendschau/archiv/archiv.media.!etc!medialib!rbb!rbb!abendschau!abendschau_20110627_gewalt.html

2. Zerstörung im Falkenpavillon in Rheinsberg
Ebenfalls in der Nacht von Sonntag auf Montag wurde auf dem Gelände der Heinrich-Rau Schule der Jugendklub der Falken schwer beschädigt. Offensichtlich sind mehrere Nazis eingedrungen und haben den Klub verwüstet und mit rechtsradikalen Parolen beschmiert. In Rheinsberg gibt es ebenfalls seit längerem Probleme mit Neonazis.

Links dazu:
http://www.maerkischeallgemeine.de/cms/beitrag/12116801/61299/Unbekannte-brechen-in-Jugendklub-ein-Rechte-Schmierereien-im.html
http://inforiot.de/artikel/nazianschlag-auf-pavillon
http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-48990495.html

3. Erneute Beschädigung der Räumlichkeiten im OV Schwalmtal
Hierbei handelt es sich um „kleinere“ Beschädigungen an Briefkasten und an den Fenstern. Die Räumlichkeiten wurden mit Nazi-Aufklebern zugepflastert und das nicht zum ersten Mal. Darüber hinaus wurde vor die Tür gepisst. Die Falken Schwalmtal haben eine Belohnung für Hinweise ausgesetzt.

Link:
http://falkenschwalmtal.de/component/content/article/7-neuigkeiten/145-falken-raeumlichkeiten-erneut-zielscheibe-von-nazis.html

Utopien leben… Fundraising Workshop

Du hast eine großartige Idee…
Du hast Leute, die Bock drauf haben die Sache ins Rollen zu bringen…
ABER ohne Moos nix los…

Das kennen wir..
Es gibt viele verschiedene Möglichkeiten um an Geld und Unterstützung zur Realisierung deiner Idee, deiner Veranstaltung oder deines Projekts zu bekommen.
Aus diesem Grund bieten die Falken Halle einen Einführungsworkshop an.
Neben theoretischen Grundlagen, eine Einführung ins Marketing, gibt’s praktische Tipps zur Umsetzung und Anwendung.Wo gibts Geld, was muss ich dafür machen, etc.

Termin: 27.06
Zeit: 14-18 Uhr
Ort: wird mit Anmeldung zugeschickt, Halle Zentrum

Kosten: Für Falken: kostenlos (es ist möglich vor Ort Falkenmitglied zu werden;))
Für alle anderen: 3-5€ zur Unterstützung der Falkenarbeit in Halle

Rückmeldungen an: lwartala ät gmx.net

Wir freuen uns auf Dich und deine Ideen.

Wilhelm-Dröscher-Preis 2011 … und wir sind mit dabei ;)

„Wir alle müssen uns bemühen, die Politik menschlicher zu machen!“, Wilhelm Dröscher

Wir bewerben uns in diesem Jahr beim Wilhelm-Dröscher-Preis.

Wer war dieser Wilhelm-Dröscher?

Wilhelm Dröscher ein Mensch, dem als Politiker die Arbeit vor Ort unglaublich am Herzen lag. So nannten ihn die Menschen „den gute Mensch von Kirn“. Egal ob es um eine Wohnung für eine arme Familie oder um die Belange der Kinder in seiner Stadt ging, „Lem“ half. „Lem“ war Wilhelms Spitzname und nach seinem Tod mit gerademal 57 Jahren trauerten nicht nur seine sechs Kinder, sondern ganz viele Menschen, denen er im Laufe seines Lebens geholfen hatte.
Im zum Gedenken und damit sein Engagement für die Menschen weitergeführt werden konnte gründete die SPD die Wilhelm-Dröscher-Stiftung.
Unsere Bewerbung
Mit unserem Kooperationsprojekt „Familienzeit – wir schaffen Raum“ bewerben wir uns gemeinsam mit den Jusos Dessau-Roßlau beim Dröscher-Preis.
Die Jusos sind junge Menschen, die sich entschieden haben Politik zu machen, indem sie in die SPD eingetreten sind und jetzt als Parteimenschen Politikvermitteln und gleichzeitig für unsere Probleme Lösungen finden wollen. Das funktioniert am Besten, indem sie uns fragen, was uns stört und wie wir das gemeinsam verändern können. Deshalb das gemeinsame Projekt.

„Familienzeit?“
Wir haben festgestellt, dass es zu wenig Plätze gibt, an denen wir laut und wild toben und die Erwachsenen quatschen können… Entweder müssen wir still sein und die Erwachsenen reden oder wir spielen und die Erwachsenen langweilen sich. Tja und dann haben wir uns gedacht, dass ändern wir und zwar gemeinsam – und machen Familienzeit!

In Halle helfen wir jetzt mit das Peißnitzhaus wieder aufzubauen. Da ist es völlig egal wie alt Mensch ist – wir machen uns beim Farbeabmachen und beim Bauen alle gleich dreckig. Wir lernen von den Großen wie Streichen und Hämmern so funktioniert und die lernen von uns, das sich einsauen richtig Spaß machen kann ;)
Gemeinsam mit dem Peißnitzhaus-Verein bauen wir Stein für Stein einen Ort der Begegnung für alle, damit die Menschen auch nach der Bauzeit noch voneinander lernen können.

In Dessau gehen wir gemeinsam mit den Juso zu den Familien. Die Papas und Mamas sind manchmal echt fertig vom Arbeiten und Haushalt erledigen und wir von der Schule oder der Universität. Da ist es echt schick einen Grund zu haben, um sich bei Würstchen im Park zu treffen, sich gegenseitig zu schminken und Wunderland-Lieder zu singen. Weil die Erwachsenen auch Sachen haben, die sie stören, können sie dort mit den erwachsenen Parteimenschen über ihre Sorgen reden.

Jo, jetzt wisst ihr wer der Wilhelm Dröscher war, womit wir uns bewerben… – aber da fehlt noch was.

Genau. Warum wir uns bewerben… .
Der Dröscher-Preis wird auf dem Bundesparteitag der SPD verleihen. Da treffen sich die Partei- und Pressemenschen aus ganz Deutschland um miteinander zu reden. Wir wollen die Gelegenheit nutzen, um mit denen darüber zu reden, dass es da in Halle ein Haus für alle Menschen gibt, dass Unterstützung braucht. Also nicht das Haus, aber die Menschen, die versuchen aus der Bruchbude einen Ort für alle zu machen. Mit unserem Projekt wollen wir den Menschen dort auch zeigen, dass es gar nicht so schwierig ist das was einen stört zu ändern – solange wir gemeinsam anpacken ;)

Weitere Infos:
http://www.wilhelm-droescher.de/

Solidarität mit Dr. Karamba Diaby

Solidarität mit Karamba Diaby

Seit langem ist Dr. Karamba Diaby als Stadtrat in Halle (Saale), als Sozialdemokrat und als
landes- und bundesweit aktiver Interessenvertreter für die Integration und für die Selbstorga-
nisation von Zugewanderten tätig. Sein demokratisches Engagement ist beispielhaft für un-
ser Land.

Der Bundeszuwanderungs- und Integrationsrat hat unter dem Vorsitz von Dr. Karamba Diaby
die Forderung beschlossen, rassistische Propaganda stärker strafrechtlich zu verfolgen und
zu ahnden. Seit einer Veröffentlichung der rechtsextremen „Jungen Freiheit“ zu diesem Be-
schluss gehen bei Dr. Karamba Diaby und bei seiner Partei zahllose E-Mails mit brutalen
Gewaltdrohungen und menschenverachtenden, rassistischen Herabsetzungen ein.

Gegen diese Angriffe auf Dr. Karamba Diaby und auf sein Engagement setzen wir un-
sere öffentliche Solidarität. Wir stehen ein für ein friedliches, demokratisches Zusammen-
leben in Vielfalt, für neue Chancen von Zuwanderung und Integration.

Bei der Empörung über die rassistischen Attacken wollen wir es aber nicht belassen. Unsere
Gesellschaft muss jetzt die nötigen Schlüsse ziehen:

- Die ungehemmten Gewalt- und Todesdrohungen zeigen, wie richtig der Bundeszuwande-
rungs- und Integrationsrat mit seiner Forderung liegt. Auch mit den Mitteln von Strafrecht
und Strafverfolgung müssen klare Grenzen gegen Rassismus und menschenverachtende
Propaganda gezogen werden.

- Ein bisschen Rassismus gibt es nicht. Jeder, der die biologische Ungleichwertigkeit von
Menschen propagiert, öffnet das Tor weit für rechtsradikale Ideologie, für Drohungen und
Angriffe auf Menschen anderer Herkunft. Sarrazins „Thesen“ haben die ermutigt, die Hass
und Gewalt predigen.

Unsere Demokratie braucht Engagement und Mut. Unser Land braucht viele Diabys.

Liebe Leser_innen, liebe Freund_innen,

wir bitten euch den oben stehenden Aufruf zu unterzeichnen.
Dies ist mit einer Mail an: buendnis-zuwanderung@gmx.de ganz einfach möglich.
Die aktuelle Liste an Unterzeichner_innen findest Du unter:
http://www.buendnis-zuwanderung.de/images/stories/Aktuelles/Solidaritt_mit_Karamba_Diaby.pdf

Leider müssen wir immer wieder feststellen, dass gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit* auch heute noch ein Problem unserer Gesellschaft ist.
Was unserem Freund Karamba in den vergangenen Wochen wiederfahren ist, stellt keinen Einzelfall dar. Anfeindungen, Beleidigungen, Drohungen, körperliche Angriffe bis hin zum Mord sind deutsche Realität – Tag für Tag. Von 1990 bis heute sind, laut Angaben des Tagesspiegel*, 137 Menschen Todesopfer rechter Gewalt geworden.
Neben der Unterstützung und Hilfe, die wir jetzt alle Karamba entgegenbringen, liegt es an Dir, an uns gemeinsam rechten Ideologien bereits in ihren Anfängen zu begegenen – im Klassenzimmer, beim Familienfest oder auf der Demo.

Die Anfeindungen gegen Karamba und andere sind keine Meinung, sondern ein Verbrechen.
Karamba, vielen Dank für dein unermutliches Engagement für uns alle!

Anmerkungen:
*1 http://www.amadeu-antonio-stiftung.de/w/files/pdfs/broschuere_gmf_2.pdf
*2 http://www.tagesspiegel.de/politik/rechtsextremismus/137-todesopfer-rechter-gewalt/1934424.html